Tischtennis: Herren II steigen nach denkwürdiger Relegation in die Kreisliga auf

Durch die knappe 7:9-Niederlage am letzten Spieltag im direkten Duell um die Meisterschaft in der 1. Kreisklasse musste die zweite Herrenmannschaft der TSG Erlensee den Gang in die Relegation antreten, um doch noch den Aufstieg in die Kreisliga perfekt zu machen.

Am 6. Mai wurde ein Aufstiegsplatz aus drei teilnehmenden Mannschaften ausgespielt; die SG Neudorf verzichtete im Vorhinein bereits auf die Teilnahme. Im ersten Spiel des Tages standen sich die SG Bruchköbel II und die KG Wittgenborn II gegenüber. Die Erlenseer Nachbarn entschieden das Duell mit 9:2 für sich, sodass das ersatzgeschwächte TSGE-Sextett zunächst gegen Wittgenborn antreten musste. Frederik Brosien stand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Die Erlenseer Nr. 2, Jörg Schumann, befand sich auf dem Rückweg von einer Familienfeier und sollte dann zum zweiten Spiel zur Mannschaft stoßen.

Das Doppel Michele Maggi Trovato / Christoph Bryant konnte direkt das Spitzendoppel des Gegners besiegen. Da Marcel Pohl / Maximilian Mazurek knapp im fünften Satz unterlagen, brachte das Doppel der Ersatzmänner Dennis Wiesenberg und Otmar Noschitzka die TSGE dann in Front. Dieser Vorsprung blieb nach einem Sieg von Christoph und Micheles Niederlage bestehen. Dann kamen die Erlenseer so richtig ins Rollen. Marcel, Maxi, Dennis und Otmar im ersten sowie Christoph und Michele im zweiten Einzeldruchgang gewannen allesamt ihre Partien. Diese sechs Punkte in Folge bescherten der TSGE ebenfalls einen 9:2 Erfolg über Wittgenborn, sodass der Aufstieg im direkten Duell mit den Bruchköblern ausgespielt werden sollte.

Da es Jörg Schumann direkt von der Autobahn in die Mannschaftsaufstellung schaffte, konnte die 2. Herrenmannschaft fast in Bestbesetzung antreten, was gegen den starken Gegner auch nötig war. Michele Maggi Trovato / Christoph Bryant konnten ihr Doppel im fünften Satz für sich entscheiden, während Jörg Schumann / Dennis Wiesenberg dem Top-Doppel des Gegners gratulieren mussten. Das so wichtige 3er-Doppel verloren Marcel Pohl und Maximilian Mazurek leider, sodass die TSGE mit einem Rückstand in die Einzel ging. Dieser vergrößerte sich nach zwei Fünfsatzniederlagen von Michele und Jörg auf 1:4. Die überraschende Niederlage von Christoph ließ das Team noch weiter ins Hintertreffen geraten. Marcel Pohl konnte auf 2:5 verkürzen, doch durch die Niederlagen von Maxi und Dennis im hinteren Paarkreuz stand es nach der ersten Einzelrunde 2:7 aus Erlenseer Sicht. In diesem Moment schien der Aufstieg in weite Ferne gerückt zu sein.

Doch das Team gab sich nicht auf. Michele gewann sein zweites Einzel in drei Sätzen, Jörg gewann nach 1:2-Satzrückstand ebenfalls seine zweite Partie. Christophs klarer Erfolg brachte Erlensee wieder auf 5:7 heran. Danach lag Marcel in seinem Spiel gleich mit 0:2 hinten, schaffte es aber noch die Partie umzubiegen. Die Herren II waren nun wieder voll im Spiel. Ein deutlicher Sieg von Maxi bedeutete den kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich. Auch Dennis‘ zweites Einzel ging in den fünften Satz, den der Ersatzspieler dann deutlich für sich entschied und somit die TSGE in Führung brachte. Das Abschlussdoppel sollte wie im letzten Saisonspiel gegen Hesseldorf über den Aufstieg entscheiden – und wieder mussten Michele und Christoph gegen das Spitzendoppel des Gegners in den Entscheidungssatz. In der Verlängerung unterlagen die beiden, sodass sich Bruchköbel nach der großartigen Erlenseer Aufholjagd doch noch das Unentschieden sichern konnte.

Jetzt begann das große Rechnen. Sowohl Erlensee als auch Bruchköbel holten je einen 9:2-Sieg gegen Wittgenborn und das Remis im direkten Duell. Dadurch waren beide Mannschaften gleichauf, was sowohl das Punkte- als auch das Spielverhältnis anging. Da beide Mannschaften kurioserweise auch die gleiche Satzdifferenz aufzuweisen hatten, musste die Auszählung der einzelnen Ballwechsel die Entscheidung bringen. Hier hatte die TSGE eine um sieben Bälle größere Differenz als die Bruchköbler, sodass die 2. Herrenmannschaft der TSG Erlensee den Aufstieg in die Kreisliga feiern durfte.

Hervorzuheben ist neben der  letztendlich etwas kuriosen Aufstiegsentscheidung, die mit „knapp“ nur unzureichend beschrieben ist, auch das Auftreten der SG Bruchköbel II, die sich in diesem umkämpften Relegationsspiel als tadellose Sportsmänner präsentiert haben.

Diesen Aufstieg hat sich das junge Team nicht nur durch großes Herz und eine grandiose Aufholjagd im entscheidenden Relegationsspiel, sondern auch aufgrund der insgesamt herausragenden Saison verdient. Gerade für die jungen Spieler bietet die kommende Saison in der Kreisliga eine gute Gelegenheit, um sich weiter zu verbessern und so den Abstand zur ersten Mannschaft weiter zu verkürzen.

Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg und alles Gute für die kommende Saison in der Kreisliga!

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